Der Wolf spielt als Spitzenraubtier eine sehr wichtige Rolle im Ökosystem. Seine Gegenwart beeinflusst das Verhalten anderer Tiere, hält Weidetiere auf Trab und verändert das Nahrungsverhalten von „Beutetieren“. Dies hat wiederum Auswirkungen auf alle Pflanzen- wie Tierbestände und beeinflusst die Landschaft selbst. Dort, wo es noch Wölfe gibt, werden zum Beispiel die Hirschbestände auf natürliche Weise kontrolliert und diese grasen auf einer viel größeren Fläche weniger intensiv. Auf diese Weise können sich Büsche und Wälder wieder regenerieren.

Im Yellowstone-Nationalpark in den USA wurden Wölfe wieder angesiedelt, um die Landschaft und das Gleichgewicht von Raubtier- und Beutetierarten zu regenerieren. Dies wirkte sich positiv auf das Wachstum der Wälder, die Artenvielfalt auf den Wiesen und sogar auf die Forellenbestände aus und erwies sich auch als sehr positiv für den Tourismus in diesem Gebiet. Aus diesem Grund gelten Wölfe als „Schlüsselart“, d. h. als ein für die Gesundheit und das Gleichgewicht eines Ökosystems unverzichtbares Tier.

Obwohl sie zuweilen Nutztiere töten, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir unglaubliches Glück haben, noch eine gesunde Wolfspopulation im Harbachtal zu haben. Die Folgen ihres Verschwindens wären weitaus schwerwiegender.

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