Das Harbach-Hochland befindet sich im Zentrum Rumäniens, im Dreieck zwischen den historischen Städten Sibiu/ Hermannstadt, Sighișoara/ Schässburg und Brașov/ Kronstadt. In diesem Gebiet gibt es mehrere Natura-2000-Schutzgebiete, darunter das besondere Schutzgebiet für Vögel (Podișul Hârtibaciului) und das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (Hârtibaciu Sud Vest). Das Podișul Hârtibaciului ist nach dem Donaudelta, das ein aquatisches Ökosystem ist, das größte terrestrische Schutzgebiet in Rumänien.

Das Gebiet verfügt über ein einzigartiges Mosaik von Ökosystemen (Wälder, Grasland, Feuchtgebiete und Ackerland), die es zu einem Hotspot der biologischen Vielfalt machen: 60 % aller Vogelarten und 30 % aller in Rumänien beobachteten Pflanzenarten sind in dieser Region zu finden. Es ist ein Gebiet von großer Bedeutung für große Raubtiere wie den europäischen Braunbären, den Wolf und den Luchs. Eine Reihe von im Rückgang begriffenen Vogelarten wie Wachtelkönig, Heidelerche und Schreiadler haben in diesen Gebieten ebenfalls bedeutende Populationen, und dasselbe gilt für viele bedrohte Pflanzenarten, Fledermäuse, wirbellose Tiere, Reptilien und Amphibien.

Diese außergewöhnliche Artenvielfalt ist das Ergebnis eines harmonischen Zusammenlebens von Mensch und Natur, das diese ganz besondere Kulturlandschaft geprägt hat. Das Harbach-Hochland ist noch immer eine reiche Quelle des Wissens über traditionelle Formen der Landbewirtschaftung und des Handwerks, die anderswo in Europa stark rückläufig oder schon verschwunden sind.