Der Feldhase ist eines der am meisten übersehenen Tiere in Europa, da er sehr scheu ist und sich gut verstecken kann, dabei hat er viele interessante Eigenschaften. Er kann bis zu 80 Stundenkilometer schnell laufen, wenn er vor Raubtieren flieht, die er mit seinem nahezu uneingeschränktem Rundumblick und seiner hohen Sensibilität für Bodenvibrationen wahrnehmen kann. Außerdem veranstalten die Männchen im Frühjahr Boxkämpfe, um die Weibchen für sich zu gewinnen.

Der Feldhase ist eine sehr wichtige Tierart im Harbachtal, denn er ist Beute für eine Vielzahl von Tieren und macht einen großen Teil der Nahrung vieler geschützter Arten aus, von Raubvögeln bis zu Wölfen. Die Schwankungen der Hasenpopulationen stehen in engem Zusammenhang mit den Luchspopulationen, da der Hase vor allem in offeneren, landwirtschaftlich genutzten Gebieten wie dem Harbachtal einen großen Teil ihrer Nahrung ausmacht. Ihre hohe Reproduktionsfähigkeit und Größe machen sie zu einem beliebten Bestandteil der Speisekarte.

Leider ist es in Westeuropa nur noch ein seltener Anblick, wenn sich verrückte Märzhasen auf den Feldern gegenseitig bekämpfen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und die Fragmentierung der Landschaft machen dem Hasen das Leben schwer. Wo große Monokulturfelder innerhalb weniger Stunden abgeerntet werden, gibt es keine Verstecke mehr für den Hasen. Schwere Landmaschinen, Pestizide und der Straßenverkehr machen dem Hasen ebenfalls zu schaffen. Um den Hasen und die vielen von ihm abhängigen Tiere zu schützen, ist es wichtig, das Landschaftsmosaik, die Randstreifen, die Brachflächen und die extensive, kleinräumige Landwirtschaft zu erhalten.

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