Eines der wichtigsten Merkmale einer offenen Landschaft ist, dass sich sowohl Menschen als auch Tiere frei bewegen können. Die Wildtiere, die es im Harbachtal noch gibt, brauchen grosse Flächen, um sich zu bewegen, zu fressen und zu brüten. Wälder, Wiesen und andere geeignete Lebensräume werden zunehmend durch Strassen, Zäune und andere Erschliessungen isoliert. In immer stärker fragmentierten Landschaften müssen Korridore geschaffen werden, die verschiedene Teile des Lebensraums miteinander verbinden, um das Überleben der (wilden) Arten zu sichern.

Die grafischen Darstellungen zeigen die vom WWF als ökologische Korridore ausgewiesenen Gebiete. Fast alle von ihnen wurden in den letzten Jahren durch Elektrozäune von grossen Viehzuchtbetrieben blockiert. Das bedeutet, dass viele große Wildtiere diese Korridore nicht mehr nutzen können und sich einen anderen Weg um die Zäune herum suchen müssen. In einigen Fällen sind die Tiere gezwungen, näher an Dörfer oder Ackerland heranzuziehen, was zu vermehrten Konflikten und Interaktionen mit Menschen und deren Eigentum führt. Wenn die Menschen ihre Ernte oder ihre Tiere verlieren, greifen einige zu zusätzlichen Zäunen, was die Bewegung der Wildtiere weiter einschränkt und die ökologische Krise verschärft. Die vollständige Schliessung ökologischer Korridore kann zum völligen Verschwinden einiger Populationen führen, da sie isoliert werden und nicht mehr genügend vielfältiges genetisches Material vorhanden ist, um eine gesunde Reproduktion zu gewährleisten.

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