Baummarder und Steinmarder sind zwei sehr ähnliche Arten, die beide in unserer Region vorkommen. Sie sind geheimnisvoll, nachtaktiv und weitgehend baumbewohnend. Das bedeutet, dass man sie nur selten zu Gesicht bekommt, obwohl sich einige von ihnen an das Leben in Dörfern angepasst haben. Ihre Baue befinden sich oft in Scheunen, auf Dächern und sogar in den Motorräumen von Fahrzeugen! In der Natur sind sie weitgehend auf waldige Gebiete beschränkt – insbesondere der Baummarder, der offene Flächen meidet und nur selten auf den Boden kommt.

Obwohl sie als Plagegeister verschrien sind, die Stromleitungen durchknabbern und mitunter Hühnerställe überfallen, haben sie eine wichtige Aufgabe. Sie sind sehr geschickte und flinke Jäger, was sie zu perfekten Nagetierbekämpfern in Dörfern macht. Außerdem ernähren sie sich im Herbst besonders stark von Früchten und Nüssen und sind einer der wichtigsten Samenverbreiter für diese Bäume.

Die äußerlichen Unterschiede zwischen diesen beiden Arten sind kaum zu erkennen. Der Baummarder hat ein dunkleres Fell, eine kleine gelbliche Kehle, große Ohren und eine dunkle Nase. Der Steinmarder hingegen hat ein viel helleres, silbriges Fell, einen größeren weißen Kehlfleck, kleine Ohren und eine helle Nase. Eine dieser Arten kommt häufiger vor und wird viel häufiger von unseren Kamerafallen erfasst… Kannst du erkennen, welche es ist?

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